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Gästebuch

 

„Spiegel, Glanz und Feuerschein – ein Streifzug durch die Glas- und Spiegelherstellung“

Öffnungszeiten

Die Öffnungszeiten des Glasmuseums sind:

- täglich während der Öffnungszeiten des Rathauses:
  Montag bis Freitag: 08.00 Uhr - 12.00 Uhr
  Montag:                     15.00 Uhr - 18.30 Uhr
  Donnerstag:             15.00 Uhr - 17.30 Uhr
- Öffnungszeiten 2012 am Wochenende:
   -
von Januar bis April am 22.01., 26.02., 25.03. und 22.04. von 14.00 - 17.00 Uhr
    - von Mai bis Oktober am 2. und 4. Sonntag im Monat von 14.00 - 17.00 Uhr 
    - von November bis Dezember: wird noch festgelegt 
 
- nach Vereinbarung
- Sonderführungen nach Vereinbarung

 

Überwältigender Besuch bei der Vernissage der Sonderausstellung „Altes Waldglas – Junges Farbglas“ im Glasmuseum Spiegelberg

Am Sonntag, den 22.05., wurde im Glasmuseum im Spiegelberger Rathaus eine weitere Sonderausstellung eröffnet. Zur Vernissage dieser Sonderausstellung haben sich sehr zahlreich interessierte Gäste eingefunden.

Die im Jahre 2005 zum 300jährigen Gemeindejubiläum aufgebaute Glasausstellung wurde in den letzten Jahren zum Glasmuseum erweitert. Einmal jährlich und regelmäßig finden seit dem Jahr 2007 Sonderausstellungen in den Räumlichkeiten des Glasmuseums in Spiegelberg statt.

 

Das Thema der diesjährigen Sonderausstellung „Altes Waldglas – Junges Farbglas“ hat interessiertes und fachkundiges Publikum zur Vernissage angezogen. Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Uwe Bossert, der auf die Entwicklung des Glasmuseums im Spiegelberger Rathaus einging und sich bei der ehrenamtlichen Mitarbeiterin, Frau Marianne Hasenmayer, herzlichst für ihren unermüdlichen, zeitlichen und fachkundigen Einsatz für das Glasmuseum bedankte, wurde von Frau Marianne Hasenmayer in die Sonderausstellung eingeführt. Themenschwerpunkte  der Sonderausstellung sind in diesem Jahr regionale Funde, unter anderem eine Pilgerflasche von Wackershofen oder Funde aus der Glashütte Walkersbach. Weiteres Thema sind die Glasserien Myra und Ikora von WMF. Diese vertreten den Themenbereich „Junges Farbglas“ in dieser Sonderausstellung.

Das interessierte Publikum nutzte die Möglichkeit, sich fachkundig bei Frau Marianne Hasenmayer zur Sonderausstellung zu informieren. Die Sonderausstellung ist bis Ende 2011 in den Räumlichkeiten des Glasmuseums im Rathaus Spiegelberg zu sehen (aufgrund der großen Nachfrage verlängert).

 

 

Inhalt der Ausstellung

Der Schwäbisch-Fränkische Wald war ein wichtiges Zentrum der Glasherstellung in Baden-Württemberg. Seit dem 13. Jahrhundert wurde hier Glas hergestellt. Die Glasmacher fanden alle Materialien, die sie benötigten: das Holz aus den Wäldern zum Feuern der Öfen und zur Herstellung der Pottasche (Pottasche wurde als Flussmittel zum Absenken des Schmelzpunktes der Glasmasse benötigt), Quarzsand als Hauptbestandteil des Glases, und Kalkstein als Härter des Glases.

Begeben Sie sich auf eine Reise in die Welt der Glas- und Spiegelmacher. Produkte aus längst vergangenen Zeiten lassen erahnen, welche Glaskunst einst in unseren Wäldern gefertigt wurde. Die Ausstellung präsentiert Glas vom späten Mittelalter bis in die Gegenwart in folgenden Themenbereichen: 

Glasherstellung, Rohstoffe, Werkzeuge
In der Ausstellung sehen Sie die Rohstoffe zur Glasherstellung und Werkzeuge der Glasmacher wie Schmelzhafen, Glasmacherpfeife, Zangen, Scheren und verschiedene Model aus Ton, Holz und Eisen. Unzählige Schmelzhafenfragmente weisen auf die geringe Lebensdauer der Schmelzhäfen hin. 

Waldglas des 15. bis 17. Jahrhunderts
Sie finden Originale und Nachbildungen der bedeutendsten Glasformen des 15. bis 17. Jahrhunderts, z. B. Rüsselbecher, Stangengläser, Krautstrunk, Daumenglas, Römer, Kuttrolf, Pilgerflasche und doppelkonische Flaschen. Tonmodel aus dem 16. Jahrhundert zur Herstellung von Rippenbechern, Rahmenstücke von den Arbeitsöffnungen der Öfen und zahlreiche aufschlussreiche Fragmente von den alten Hüttenstandorten zeigen die Kunst der Glasmacher im Schwäbisch-Fränkischen Wald. 

Vom Waldglas zum farblosen Glas
Hier sehen Sie farblose Gläser des 18. und 19. Jahrhunderts: Flakons, Kannen, Bierkrüge, Warzenbecher (Liesel). Butzenscheiben und Zwickel sind Zeugen der Flachglasherstellung.
Dass die Glasherstellung nicht nur rein funktional war, zeigen Scherzgefäße in Form von Flaschen und Tieren. Der Fantasie waren keine Grenzen gesetzt.
Ein breites Sortiment an Flaschen, Tintengläsern, Plattflaschen, Vorratsflaschen sowie Bindegläsern (Vorratsgefäße) runden das Bild ab. 

Farbiges Glas
Die gezielte Färbung der Glasmasse ist seit den Anfängen der Glasherstellung bekannt. Beispiele hierfür sind blaues und opak siegellackrotes Glas. Farbloses Glas wurde auch bemalt oder mit Emailfarbe dekoriert, wie die ausgestellten Bierkrüge, Schnapsflaschen, Humpen und Flakons zeigen. Zu sehen sind auch filigrane Arbeiten der Glasbläser aus Lauscha im Thüringer Wald - vom Glaskäfer bis zum Glasauge. 

Spiegel und die Spiegelberger Manufaktur
Von besonderer Bedeutung war die Spiegelberger Manufaktur, die als einzige der 16 Glashütten in den Löwensteiner Bergen und im Mainhardter Wald Spiegel herstellte.
Ein Prunkstück der Ausstellung ist einer der wohl letzten nachweislichen Spiegel aus der Spiegelberger Manufaktur.
Texttafeln erklären die Flachglasherstellung. Ein außergewöhnlicher geometrischer Konzeptplan aus dem Jahr 1784 zeigt die Lager der Wirtschafts- und Privatgebäude in Spiegelberg.

 

Verbinden Sie den Aufenthalt im Schwäbisch-Fränkischen Wald mit einem Besuch im Spiegelberger Glasmuseum. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

 

 

 Schautafel mit verschiedenen Beerennuppen

Apothekerfläschchen (sog. Blätterlein)